Follow-up-Prüfung zu Wald im Klimawandel veröffentlicht

27. März 2026 – Überprüfte Empfehlungen wurden zur Gänze oder teilweise umgesetzt

Grafik und Reh im Wald - Copyright: Foto: iStock.com/Christian Peters; Grafik: Quelle und Darstellung: RH

Der Rechnungshof veröffentlichte 2022 den Bericht „Wald im Klimawandel: Strategien und Maßnahmen“ (pdf). Das Landwirtschaftsministerium sowie die Länder Kärnten und Niederösterreich setzten die 13 vom Rechnungshof im heute veröffentlichten Bericht  "Wald im Klimawandel: Strategien und Maßnahmen; Follow-up-Überprüfung" (pdf) überprüften Empfehlungen zur Gänze oder teilweise um. 

Die Ergebnisse der Österreichischen Waldinventur zeigten, dass Waldflächen mit nicht vorhandener Verjüngung bei bestehender Verjüngungsnotwendigkeit leicht abnahmen beziehungsweise stagnierten; Nadelholzreinbestände nahmen ab und Laubholzmischbestände zu. Das Landwirtschaftsministerium setzte durch Förderungen Anreize, die die Alters- und Baumartendurchmischung und somit die Widerstandsfähigkeit der Wälder erhöhten. Auch legte es in der forstlichen Förderung einen Schwerpunkt auf präventive Maßnahmen zur Sicherung und zum Erhalt der Schutzfunktionen.

Dem Nationalrat lag 2024 erstmals ein Bericht über die finanzielle Umsetzung des Waldfonds vor; ihm beigelegt war ein Evaluierungsbericht zu den Waldfonds-Maßnahmen. Die Informationen zu den flächenbezogenen Maßnahmen im Evaluierungsbericht datierten allerdings von 2022. Das Landwirtschaftsministerium beabsichtigte, zum Ende der Laufzeit des Waldfonds – Auszahlungen waren bis Jänner 2029 möglich – einen weiteren und damit aktuelleren Evaluierungsbericht zu erstellen.

Maßnahmen für die Erhaltung und Verbesserung des Zustands der Schutzwälder setzen

Um die forstlichen Förderziele nicht durch überhöhte Wildbestände zu konterkarieren, hatte der Rechnungshof 2022 empfohlen, Förderungen an Maßnahmen zur Erreichung einer für den Wald tragbaren Wilddichte zu knüpfen. Hier bestand weiter Handlungsbedarf. Die Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings in Kärnten und Niederösterreich zeigten nämlich, dass der Wildeinfluss für artenreiche Mischwälder – als Antwort auf die dynamische Klimaentwicklung – noch deutlich abgesenkt werden sollte.

Das Landwirtschaftsministerium und die Länder Kärnten und Niederösterreich setzten Maßnahmen für die Erhaltung und Verbesserung des Zustands der Schutzwälder, insbesondere bei der Verjüngung. Allerdings waren in Niederösterreich weitere Maßnahmen erforderlich, um die Funktionsfähigkeit und die Wirkungen dieser Waldflächen aufrechtzuerhalten.

Zentrale Empfehlungen

  1. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft: Die Handlungsempfehlungen aus dem Evaluierungsbericht des Aktionsprogramms Schutzwald wären umzusetzen.
  2. Die Förderung von Aufforstungs- und Verjüngungsmaßnahmen wäre an Maßnahmen zur Erreichung einer für den Wald tragbaren Wilddichte zu knüpfen, um die Förderziele nicht durch überhöhte Wildbestände zu konterkarieren.
  3. Land Kärnten; Land Niederösterreich: Es wären weiterhin Maßnahmen zu setzen, um eine für den Wald tragbare Wilddichte sicherzustellen.
pdf Datei: 
1,240.7 KB
Umfang: 
44 Seiten

Bericht: Wald im Klimawandel: Strategien und Maßnahmen; Follow-up-Überprüfung

Der Rechnungshof überprüfte von Juni bis August 2025 das Landwirtschaftsministerium sowie die Länder Kärnten und Niederösterreich, um den Stand der Umsetzung von Empfehlungen aus seinem Vorbericht „Wald im Klimawandel: Strategien und Maßnahmen“ (Reihe Bund 2022/37, Reihe Kärnten 2022/4, Reihe Niederösterreich 2022/4) zu beurteilen.

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