Weitergabe unzulässiger Parteispenden 2026

01. April 2026 – Jetzt steht fest, welche vier Einrichtungen jeweils rund 5.634 Euro erhalten

Spendenweitergabe 2026 - Copyright: Fotos: iStock/Motortion | iStock/gorodenkoff

Der Rechnungshof hatte die Aufgabe, 22.534,18 Euro an unzulässigen Parteispenden weiterzugeben. Zahlreiche Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern sind bei uns eingetroffen. Die Spendenempfänger – zwei Einrichtungen für Gewalt- und Opferschutz sowie zwei zur Erforschung seltener Erkrankungen – wurden per Los ermittelt:

Der Verein Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A und die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS erhalten jeweils 5.633,55 Euro. Das Frauenhaus Amstetten - Verein zur Hilfe für Frauen und ihre Kinder in Not und der Verein NF Kinder, Hilfe für Neurofibromatose-PatientInnen und Angehörige, Österreich, erhalten jeweils 5.633,54 Euro.

Der Verein Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A ist eine gemeinnützige, unabhängige und feministische Non-Profit-Organisation, die sich auf den Schutz vor Gewalt und die Unterstützung von Alleinerzieherinnen in Notlagen spezialisiert hat. Der Schwerpunkt von FEM.A ist die Unterstützung in Familienrechts- und Unterhaltsverfahren.

Der Verein „Frauenhaus Amstetten – Verein zur Hilfe für Frauen und ihre Kinder in Not“ besteht seit 1991 und hat seinen Sitz in Amstetten. Er ist unabhängig, überparteilich, nichtkonfessionell und auf Gemeinnützigkeit ausgerichtet. Alle Frauenhäuser bieten Schutz vor Gewalt, eine Wohnmöglichkeit und Beratung an.

Die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS wurde 2017 von Betroffenen für Betroffene gegründet. ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom und ist eine schwere, chronische Multisystemerkrankung. Der Verein möchte die Situation der ME/CFS-Betroffenen in Österreich nachhaltig und strukturell verbessern.

Der gemeinnützige Verein NF Kinder wurde im Dezember 2013 ins Leben gerufen. Seitdem setzt sich der Verein für die Bedürfnisse von Menschen mit Neurofibromatose (NF) in Österreich ein. Die Organisation steht den rund 4.000 Betroffenen zur Seite und unterstützt sie bei medizinischen, therapeutischen und sozialpolitischen Fragen. Zudem wurde in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien ein Expertisezentrum gegründet.

Übersicht: Weitergegebene unzulässige Parteispenden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2024, 2025 und 2026